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Häufige Fragen:


Was ist Psychotherapie?
Wird reden wirklich helfen?
Warum besteht Scheu vor Psychotherapie?
Wie läuft eine Psychotherapie ab?
Wie lange dauert eine Psychtherapie?
Wann ist eine Psychotherapie notwendig?
Wie findet man den richtigen Psychotherapeuten?
Wann sollte man mit oder ohne Kind eine Psychotherapie machen?
Worauf ist bei einer Kinder- u. Jugendlichenpsychotherapie zu achten?
Wann ist eine stationäre Behandlung angeraten?
Welche andere Arten der Hilfemöglichkeiten gibt es?
Wer trägt die Kosten?



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Was ist Psychotherapie?

Psychotherapie ist das gezielte Behandeln einer seelischen Erkrankung, seelischen
Folgen von körperlichen Erkrankungen oder von Problemen der Lebensführung mit
Hilfe heilender  Methoden und Techniken. Der Psychotherapeut stellt sein
Handwerkszeug und Wissen bereit, um für Einzelpersonen, Paare oder Gruppen eine
Verminderung oder Heilung von seelischem Leiden zu ermöglichen. In der Regel
findet die Behandlung in der Kombination bewährter Verfahren zwischen Patient
und Psychotherapeut statt, um das Erleben und Verhalten angemessen bzw. wie
gewünscht zu regulieren, s. auch Therapie.




Wird reden wirklich helfen?

Ja, sich einmal unverfälscht alles von der Seele reden, was man schon immer einmal los
werden wollte, kann helfen. Aber Psychotherapie geht weit darüber hinaus.
Sie bietet individuelle, unterschiedliche Lösungsmöglichkeiten, Perspektiven und
Handlungsmöglichkeiten, der Patient ist aktiv beteiligt, wenn er es wünscht. 




Warum besteht Scheu vor Psychotherapie?

Mit der Erforschung der Funktionen und Erkrankungen der Seele entstand auch der
Berufszweig der Psychotherapie.
Viele Menschen fürchten, für "verrückt" i.S.v.
unzurechnungsfähig gehalten  zu werden, sobald es bekannt würde, dass sie in
psychotherapeutischer Behandlung sind. Das Gegenteil ist der Fall. Wer selbständig, auf
eigenen Wunsch in Therapie geht, nimmt sich selbst und seine Bedürfnisse deutlich wahr.
Was man nicht kennt, macht Angst. Um diese Angst zu
verlieren zu können, empfiehlt es
sich, Informationen einzuholen bzw. es auszuprobieren.
Viel Not würde verringert bzw. verhindert, wenn man
sich bei Beschwerden früher oder
überhaupt in psychotherapeutische Behandlung begeben würde; so
selbstverständlich, wie
man bei Zahnweh zum Zahnarzt geht.




Wie läuft eine Psychotherapie ab?

Die Kontaktaufnahme geschieht telefonisch oder per eMail, der evtl. eine erste
Terminabsprache folgt,
wenn beide Seiten feststellen, dass sie sich genügend für
einen ersten Termin
vertrauen können. Beim ersten Termin lernen sich Patient und
Therapeut etwas besser kennen und stellen
fest, ob sie zusammen arbeiten können.
Wenn das der Fall ist, wird die Diagnose und Therapieplan
erstellt.
Psychotherapiearten s. Praxis/Therapie.




Wie lange dauert eine Psychtherapie?

Viele Menschen sind verzweifelt, weil sie sich einer problematischen Situation
ausgesetzt fühlen, mit der
sie nicht umgehen können, weil ihnen spezielles Wissen
fehlt. Viele dieser Menschen brauchen keine
Therapie, sondern eine Beratung, in der
ihnen spezielles Wissen vermittelt wird. In solchen Fällen genügt manchmal ein Termin.
Therapeutisch haben sich zügig mehrere Sitzungen hintereinander oder etwas mehr
auseinanderliegende über
eine längere Zeit, also Kurzzeit- oder Langzeittherapien in
Abhängigkeit vom individuellen Problem und
angewandter Methode des
Therapeuten bewährt. Die Methode wählt er passend zum Patienten und dessen
Problematik.




Wann ist eine Psychotherapie notwendig?

Wenn über längere Zeit ein tiefer, seelischer Leidensdruck besteht wegen z.B.

  • Zwanghaft kreisenden Gedanken ohne brauchbare Antwort,
  • ständige oder immer wieder kehrende zwischenmenschliche Probleme,
  • negativen Gedanken, Erinnerungen an frühere Gewalteinwirkungen,
  • über einen längeren Zeitraum anhaltender Gereiztheit, Verstimmung,
  • depressive Ängstlichkeit, Schlafstörung, Verspannung,
  • Beziehungs- oder Familienprobleme,
  • den Tagesablauf störende Zwangshandlungen,
  • längerdauernden Veränderungen des Alkoholkonsums, Essverhaltens oder Medikamenteneinnahme,

dann ist psychotherapeutische Behandlung angeraten, um sich von diesem Leidensdruck
befreien zu können. s. Praxis/Therapie/Bereiche




Wie findet man den richtigen Psychotherapeuten?

Es gibt  unterschiedliche Berufsbezeichnungen und Ausbildungen. Daher ist es wichtig, sich
über die berufliche Qualifikation eines Psychotherapeuten zu informieren.
Die berufsmäßige
Ausübung der Psychotherapie
ist in Deutschland gesetzlich geregelt u. darf ausschließlich
durchgeführt werden von:

  • Psychiatern
  • Ärzten mit psychotherapeutischer Zusatzausbildung
  • Psychologischen Psychotherapeuten
  • Kinder- und Jugend- Psychotherapeuten
  • Heilpraktikern für Psychotherapie


Viele Psychotherapeuten wenden eine persönliche Mischung verschiedener Methoden
und Stile an, oftmals jedoch mit einer bestimmten Grundorientierung. Daher ist es
sinnvoll, sich in einem Vorgespräch erläutern zu lassen, wie ein Therapeut arbeitet.

Wann, ob und warum die Therapie gelingt, ist schwer zu sagen. Es spielen nicht nur
die Situation des
Klienten und die Fähigkeiten der Therapeuten eine Rolle, sondern
auch, wie gut beide zueinander passen.
Gegebenenfalls muss die Therapie
abgebrochen oder beendet und der Therapeut ausgetauscht werden, bis alles stimmig
und akzeptabel ist.




Wann sollte man mit oder ohne Kind eine Psychotherapie machen?

  wenn Eltern mit ihrer Problematik oder mit der Problematik ihres Kindes
  überfordert sind. Oft (nicht immer) sind Kinder mehr oder weniger normal frech
  und die Eltern "völlig fertig mit den Nerven".




Worauf ist bei einer Kinder- und Jugendlichenpsychotherapie zu achten?

Es macht Sinn, dass die Eltern intensiv in die Behandlung mit einbezogen werden,
damit diese wirksam
ist. Nicht immer ist das Kind das Problem, sondern der Mangel
an individuellen, also auf dieses Kind
abgestimmte Umgangsformen.




Wann ist eine stationäre Behandlung angeraten?

Eine Behandlung kann oft ambulant erfolgen, bei schwerem oder langem Verlauf ist eine
stationäre Behandlung zu empfehlen. Sie muss immer individuell geplant werden, vor allem
schwer Erkrankte benötigen sowohl psychotherapeutische als auch medikamentöse
Behandlung. Dabei kann es sein, dass erst eine Medikamentenbehandlung den Patienten
befähigt, psychotherapeutische Gespräche zu führen. Moderne Medikamente sind bei
fachgerechter Einstellung hilfreich und gut verträglich. Nachgewiesen wirksame
Psychotherapieverfahren sind Verhaltenstherapie und psychodynamische Psychotherapie.




Welche andere Arten der Hilfemöglichkeiten gibt es?

Kirchliche oder städtische Beratungsstellen für Ehe-, Lebens- und Erziehungsfragen,
Pro Familia, Drogenberatungsstelle, psychotherapeutische Ambulanzen an
Krankenhäusern ect.




Wer trägt die Kosten?

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen u. Psychologen e.V. sagt:
"Patienten haben eine gesetzlich begründete Möglichkeit der Kostenerstattung einer
notwendigen Psychotherapie durch ihre gesetzliche Krankenkasse und einen
Rechtsanspruchauf auf eine erreichbare zeitnahe psychotherapeutische Versorgung".

Die Kosten für Behandlungen bei Heilpraktikern für Psychotherapie wird von
den Krankenkassen übernommen, wenn eine Zusatzversicherung für Heilpraktiker
besteht. Bei privaten Krankenversicherungen ist die Vorgehensweise von
Versicherung zu Versicherung verschieden und hängt auch vom vereinbarten
Leistungsumfang mit der Versicherung ab.
In manchen Fällen übernimmt auch die
gesetzliche Krankenkasse die Kosten.

Die Übernahme der Kosten muss schriftlich beantragt werden und die Behandlung darf nicht
vor der Zusage begonnen haben. In vielen Fällen hilft es, wenn der behandelnde Arzt mit
einem Verdacht auf eine psychische Krankheit (z.B. Depression) schriftlich zur
Psychotherapie überweist. Dann muss man mehrere Therapeuten, welche auf der Liste der
Krankenkassen stehen, kontaktieren. Wenn kein von den Kassen zugelassener Therapeut
zeitnahe einen Termin geben kann, hat man rel. gute Aussichten auf Übernahme der Kosten
durch die Krankenkasse.

In den übrigen Fällen zahlt der Patient selbst. Bei mir tritt der Patient immer in
Vorleistung. Das Honorar zwischen Patient und Heilpraktiker unterliegt gemäß dem
Bürgerlichen Gesetzbuch (§§ 611- 630) der freien Vereinbarung.
 


 

   
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